Gelungener Rückrundenauftakt für die Männerteams

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Spielberichte - Spielberichte 1.Männermannschaft 2013/14

Einen gelungenen Rückrundenauftakt konnten beide Herrenteams an diesem Wochenende verbuchen. So setzte sich die erste Mannschaft spät, aber verdient mit 3:1 gegen die TSG Gadebusch durch und die zweite Mannschaft konnte durch einen 2:0 Heimsieg gegen den SV 04 Groß Laasch immerhin die rote Laterne der Landesklasse V abgeben und endgültig den Anschluss zum unteren Tabellendrittel wiederherstellen.


Konzentrierte Leistung erst spät belohnt


Im Vergleich der Landesligisten aus Hagenow und Gadebusch zeichnete sich früh die Laufrichtung des Spieles ab. Die Gäste aus Hagenow waren in den meisten Situationen präsenter und setzten den Gastgeber früh unter Druck. So gelang es der TSG kaum ein geordneten Spielaufbau zu betreiben und einige Bälle gingen nach wenigen Stationen verloren. Anders der HSV. Man konnte das Kurzpasspiel der letzten Wochen gleich von Beginn an durchdrücken und hätte durch Sebastian Pippirs auch früh in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen. Doch der an diesem Tag glänzend aufgelegte TSG-Schlussmann behielt, wie einige Male an diesem Tag, die Oberhand. Ähnlich wie Sebastian Pippirs erging es kurz darauf Robert Dietrich, dessen Schussversuch ebenfalls entschärft wurde. Nach gut zwanzig Minuten schien der Hagenower SV das Spiel dann im Griff zu haben und man wies augenscheinlich mehr Ballbesitz auf, hatte bereits gute Gelegenheiten auf den Führungstreffer und schien in der Defensive gut aufgestellt. Ließ man doch bis dahin keinen gefährlichen Torabschluss der Gastgeber zu. Und wie es so ist im Fussball, musste man dann doch das 0:1 hinnehmen. Ein weiter Abschlag wurde verlängert und der TSG-Angreifer lufte den Ball über den herauseilenden HSV-Schlussmann Tack hinweg ins Tor. Der Rettungsversuch von Marcus Tallig auf der Torlinie kam ebenfalls zu spät. Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt und dies schien beim Gast kurzzeitig Wirkung zu zeigen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Minuten nach dem 0:1 fast das 0:2 gefallen wäre, doch der Querbalken verhinderte den zweiten TSG-Treffer. Im Anschluss fingen sich die Hagenower dann aber wieder und hatten nach gut einer halben Stunde die riesen Gelegenheit zum Ausgleichstreffer zu kommen. Von Robert Dietrich schön freigespielt lief Julian Höhn auf den Schlussmann zu, setzte den Ball jedoch neben den Pfosten. Im Anschluss verpasste Robert Dietrich eine Hereingabe von links nur haarscharf und der Ball trudelte frei durch den 5-Meter-Raum der TSG. Hagenow erhöhte nun zusehends den Druck und kam, nach einem der häufigen Eckbälle, durch Danilo Grewe zur nächsten Gelegenheit. Gut ein halber Meter fehlte aber bis zum Glück und so ging es mit einem 0:1 Rückstand in die Pause.


In der Halbzeit gab es kaum Kritikpunkte, hatte man das Spielgeschehen eigentlich gut im Griff und kombinierte sich durchaus ansehnlich durch die TSG-Reihen. Nur im Abschluss musste man zulegen, durfte aber insgesamt nicht nachlassen. Minuten nach dem Wiederanpfiff galt es dann jedoch erstmal eine Schrecksekunde zu verarbeiten. Wieder scheiterte die TSG mit einem Versuch am Querbalken. Dies sollte jedoch die einzige und letzte nennenswerte Offensivszene der Hausherren in Hälfte Zwei sein. Ab diesem Zeitpunkt übernahm wieder der Gast aus Hagenow die Spielinitiative und kam in kurzen Abständen gleich zu mehreren Gelegenheiten. Verfehlte Enrico Grewe mit seinem Versuch noch das Tor, so musste sich der TSG-Schlussmann bei einem weiteren Versuch der Gäste jedoch mächtig strecken um sein Team vor einem Gegentreffer zu bewahren. Auch in der nächsten Szene stellte er sein Können eindrucksvoll unter Beweis, als Robert Dietrich im Anschluss an einen Eckball zum Abschluss kam und er den schon sichergeglaubten Ausgleichstreffer verhinderte. Langsam nahm dann die körperliche Intensivität zu und es gab einige knifflige Szenen für den jungen Unparteiischen zu bewerten, in denen sich die Gastgeber häufig im Nachteil wähnten. Diese nun teilweise nach jeder Spielsituation aufkeimenden Beschwerden der Gastgeber gipfelten dann in der 65. Minute in einem Platzverweis. Nachdem es im Anschluss an einen Freistoß zu einem aus Gadebuscher Sicht unfairen Einsatz gegen den Torwart kam und kein Pfiff erfolgte, wurde ein Abwehrspieler wegen Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen.

 

Diesen Vorteil wussten die Gäste dann gut zu nutzen und drückten nun auf den überfälligen Ausgleichstreffer. Gut fünfzehn Minuten vor Ultimo belohnten sich die Hagenower dann aber  endlich für ihre bis dahin gezeigte gute Leistung. Nach einem Standard bediente Martin Wojatzky Sebastian Pippirs auf Höhe des linken Strafraumecks, dieser zog an seinem Gegenspieler vorbei ins Zentrum und legte den Ball direkt neben den rechten Pfosten ins Netz, 1:1. Nun wollte der HSV auch den Sieg und erspielte sich weitere Gelegenheiten. Martin Wojatzky nahm einen zu kurz geratenen Abwehrversuch zentral vor dem Tor auf und versuchte sein Glück, doch der Ball stricht knapp über die Latte. Und auch Michael Wosniak's Versuch von der Strafraumgrenze sollte kurz darauf nicht den gewünschten Treffer mit sich bringen. Der eingewechselte Marco Schwabe, der einen Großteil der Vorbereitung aus privaten und arbeitstechnischen Gründen verpasste, ließ sein Team nach 85. Minuten dann aber doch nochmal jubeln. Nach einem Eckabll von Sebastian Pippirs schraubte sich Marco Schwabe im Strafraumzentrum am Höchsten und erzielte per Kopf den 2:1 Führungstreffer für den Hagenower SV. Enrico Grewe hätte zwei Minuten später den Sack dann endgültig zu machen können. Nach einem hohen Flankenball übersah der TSG-Schlussmann den HSV-Akteur im Rücken, neben dem Pfosten stehend rutschte diesem der Ball jedoch über die Stirn und landete neben dem Kasten. In der Schlussminute entschieden die Gäste dann aber das Spiel mit dem dritten Treffer in der Schlussviertelstunde. Julian Höhn störte früh im Spielaufbau der TSG und eroberte den Ball. Anschließend ließ er einen weiteren Akteur aussteigen und bediente Robert Dietrich im Strafraum, welcher sich nicht zweimal Bitten ließ und den 3:1 Endstand herstellte.


Am Ende gewannen die Hagenower das Spiel verdient mit 3:1 und konnten so drei wichtige Punkte aus Gadebusch entführen. Spielerisch wusste man über weite Strecken der Partie zu überzeugen, hatte aber zweimal großes Glück bei den Lattentreffern der TSG. Am kommenden Wochenende erwarten die Hagenower dann die SG Aufbau Boizenburg zum Derby in der Parkstraße.

 

HSV: Tck - D.Grewe, Tügel, Tallig (60.Schwabe), Klose (verl., 41.Wosniak) - Wojatzky, E.Grewe, Pippirs, Ch.Steinhauer, Höhn - Dietrich

Rote Laterne endlich abgegeben


Die zweite Mannschaft konnte nach dem 2:0 Sieg gegen den SV 04 Groß Laasch endlich die rote Laterne der Landesklasse an den TSV Vietlübbe abgeben und schöpft weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt. In einer an spielerischen Höhepunkten armen Partie gelang es den Hagenowern schon in Hälfte eins für ein beruhigendes Polster zu sorgen und so schossen Pierre Kaatz und Peter Opitz einen zwei Tore Vorsprung heraus. Häufig gelang es dem HSV in Ballnähe Überzahl zu schaffen und man eroberte einige Bälle, doch das anschließende Offensivspiel wurde noch nicht konsequent genug zu Ende gespielt. So dauerte es bis zur 38. Minute bis die Zuschauer in der Parkstraße zum ersten Mal jubeln durften. Endlich fand man nach einem Ballgewinn schnell den Weg nach vorne, Dave Kuckling flankte auf Pierre Kaatz und dieser setzte den Ball sehenswert aus halbrechter Position, per Volleyabnahme, ins Netz. Auch dem nächsten Treffer ging ein Ballgewinn im Mittelfeld voraus. Michael Schwarz eroberte das Spielgerät und wollte gerade zum Abschluss ansetzen, da nimmt Peter Opitz ihm den Ball vom Fuss und schlenzt ihn in den rechten Torwinkel, 2:0.  Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Aus Hagenower Sicht nicht ganz unverdient, auch wenn Ralf Behnke im Hagenower-Tor einige Mal sein Können stark unter Beweis stellen musste und somit sein Team vor einem Gegentreffer bewahrte.


Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Peter Opitz dann die Chance auf seinen zweiten Treffer und die damit wohl einhergehende Vorentschedung. Einen Querschläger der Gästeabwehr nahm er auf und zog in den Strafraum. Unter Bedrängnis gelang es ihm jedoch nicht den Ball platziert genug auf den Kasten zu bringen und er verzog knapp. Laasch nun deutlich verbessert im Gegensatz zur ersten Hälfte, hatte mehr vom Spiel, ohne aber wirklich zwingend zu agieren. Und wenn doch mal ein Ball den Weg durch die HSV-Defensive fand, war Ralf Behnke zur Stelle. Die sich bietenden Konterchancen für den Gastgeber, wurden dann teilweise zu hektisch ausgespielt und so blieb es weiterhin spannend. Mit zwei Aluminiumtreffern hatte der HSV dann nochmal etwas Pech und verpasste die Entscheidung denkbar knapp. Erst traf Peter Opitz nur die Latte, dann Pierre Kaatz nur den Pfosten. Und auch der Gast aus Groß Laasch hatte kurz darauf nochmals eine gute Gelegenheit den Anschluss herzustellen. Weitere gute Chancen auf den dritten Treffer hatten Dave Kuckling, der gleich zweimal mit seinen Versuchen scheiterte und auch Andreas Röwe blieb ein weiterer Treffer verwehrt. So gewinnt die Zweite saisonübergreifend das dritte Punktspiel in Folge, nach zuvor elf sieglosen Partieen und kann so bis auf einen Punkt an das rettende Ufer aufschließen.

 

HSV: Behnke - Mi.Schwarz, Hein, Ma.Schwarz, Strobel - Backhaus, Rudolf (75.Röwe), Kaatz (88.Pufahl), Stamer, Kuckling - Opitz (67.Schleiff)